Barbara Tag 4.12., lebendiger Adventskalender in der Ole School 05 Dez

Barbara Tag 4.12., lebendiger Adventskalender in der Ole School

Erstmals sind wir die Ole School auch dabei, beim lebendigen Adventskalender, viele sind unserer Einladung gefolgt und sind erschienen bei uns. Unser Thema haben wir dem heutigen Tage angepasst an den Barbara Tag.

Danach gab es lecker selbstgebackene Keckse der Gäste in den letzten Tagen und leckeren Apfelpunsch und Glühwein, womit wir den Abend gemeinsam ausklingen lassen haben.

Unser Text dazu:

Die Legende erzählt von einer schönen, klugen Jungfrau Barbara aus Smyrna, an der Westküste der Türkei in der Ägäis (heisst heute Izmir). Als Dioskuros erfuhr, dass seine Tochter Barbara Christin geworden war, lieferte er sie im Jahr 306 der Christenverfolgung aus: Als Barbara hingerichtet wird blüht ein Zweig auf, der sich in ihrem Gewand verfangen hatte. Daher kommt die Legende und die Tradition der Barbarazweige: Mitten im saukalten, früher oft tödlichen Winter bricht Hoffnung auf. Das ist ein schönes Symbol für Advent und Weihnachten: Gott kommt dann, wenn es nach menschlichem Ermessen keinesfalls zu erwarten ist. Daran erinnert uns der Zweig.

So geben wir Euch heute Abend einen Zweig mit, den ihr ins Wasser stellen könnt in der warmen Stube. Wenn alles klappt könnten dann an den Tagen um Weihnachten am Zweig Blüten erscheinen. Und das ist dann Euer Zeichen: In der kältesten und dunkelsten Zeit des Jahres ein Zeichen des aufbrechenden Lebens. So ist Gott, er kommt ins Dunkle. Er wird Mensch, wo er obwohl wir als Mitmenschen nicht immer so einladend sind.

Auch Martin Luther predigte darüber: Die Blüten „zeigen nicht den Winter an, dass es frieren, schneien und kalt werden soll, sondern sie zeigen die fröhliche Zeit an ... So sollt auch ihr, sagt Christus, wenn ihr diese Zeichen seht, fest der Meinung sein, dass die Zeit eurer Erlösung da ist."

Also: Nehmt nachher den Zweig zum Hoffnungs-Zeichen mit: Stellt ihn ins Wasser, wartet geduldig, Ihr könnt das, was kommt nicht beschleunigen: Wenn ihr den Zweig auf die Heizung stellt, damit er vielleicht durch mehr Wärme viel früher blüht, dann geht er wahrscheinliche ein. Also bleibt geduldig im Advent! Aber lasst Euch auch die Hoffnung nicht nehmen. Der Zweig als Zeichen der Hoffnung hilft Euch glauben: Auch wenn es schlimmer zu werden scheint: Gott kommt und bringt Licht und Leben, auch wenn die Welt nicht danach aussieht.

Und der Zweig kann auch ein Vorbild für Euch werden: Er ist erst mal nur ein dürres Stück von einem Baum, könnte ein Teil eines Besens sein. Nicht sehr eindrucksvoll – vielleicht wie wir?

Aber so wie der Zweig, so kommen wir Christen zu anderen: Zum Kaffee bei Nachbars, in der Schule, beim Besuch im Krankenhaus oder Altenheim, da, wo ihr arbeitet… Da gehen wir Christen hin. Nicht, weil wir so klasse aussehen oder so gut riechen oder sonst wie toll sind: da gehen wir hin, und hoffen darauf, dass Gottes Geist uns zum Blühen bringt! : Wir bringen dort, wo es Dunkel und Kalt ist Hoffnung: Ein tröstendes Wort, einen schönen Gruß vom Herrn der Welt, eine Umarmung, die stärkt und tröstet…Ein Zeichen der Liebe, die wir weitergeben. Wir geben einfach weiter, was Gott uns schenkt. So kann es also sein, dass wir uns vorkommen, wie ein formloser Ast, aber in uns steckt das Wunder der Liebe Gottes! Und die Leute erleben es, wie ein Blumenstrauss der Liebe Gottes. So könnt ihr den Zweig auch als Zeichen der Ermutigung nehmen: Nehmt den Zweig als Zeichen: Dort wo es hoffnungslos finster scheint, könntet ihr der Zweig mit der Blüte sein: Ein Aufblühen der Hoffnung kommt durch Euch zu anderen Menschen!

Nehmt also nachher den Zweig mit, wässert ihn, lernt geduldig sein, und seht am Zweig, dass bei Gott auch ein unansehnliches Stück Reisigbesen durchaus in der Lage ist, Licht und Leben im Dunkel anderer Menschen aufblühen zu lassen!

In diesem Sinne, gesegneten Advent!